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Krebs? Dann bitte nicht einfach „irgendwas fürs Immunsystem“ einwerfen.
Das sehe ich leider immer wieder:
Diagnose Krebs – und plötzlich wird alles geschluckt, was irgendwo als „immunstärkend“, „natürlich“ oder „unterstützend“ gilt. Mistel, Pilze, Tropfen, Öle, Pulver. Nach dem Motto: Schaden wird’s schon nicht.
Doch. Kann es. Und zwar erheblich.
Das Immunsystem bei Krebs ist kein Muskel, den man einfach trainiert.
Es ist ein hochkomplexes System – und bei vielen Patienten fehlgesteuert.
Ungezielte Immunstimulation kann Entzündung verstärken, das System weiter erschöpfen oder sogar Prozesse fördern, die man eigentlich bremsen möchte.
Zwei Untersuchungen sind hier besonders wichtig – werden aber viel zu selten beachtet:
1. NK-Zellaktivität (nicht: NK-Zell-Zahl!)
NK-Zellen (Natürliche Killerzellen) gehören zur angeborenen Immunabwehr.
Ihre Aufgabe: entartete Zellen und Tumorzellen erkennen und abtöten.
Der entscheidende Punkt:
👉 Es geht nicht darum, wie viele NK-Zellen vorhanden sind,
sondern wie gut sie tatsächlich funktionieren.
Viele Krebspatienten haben:
normale oder sogar erhöhte NK-Zellzahlen
aber eine deutlich eingeschränkte NK-Zellaktivität
Die Zellen sind da – sie tun nur ihren Job nicht.
‼️In spezialisierten Laboren kann man nicht nur die NK-Zellaktivität messen, sondern auch in vitro testen, wie bestimmte Präparate wirken:
👉steigern sie die NK-Zellaktivität?
👉bleiben sie wirkungslos?
👉oder verschlechtern sie die Aktivität sogar?
Ja, auch das kommt vor.
2. TNF-α-Hemmtest (funktionell, nicht nur ein Blutwert)
TNF-alpha ist ein stark entzündungsfördernder Botenstoff.
Er spielt eine zentrale Rolle bei:
chronischer Entzündung
Fatigue
Schmerzen
Immunfehlregulation
und auch bei Tumorprogression
Wichtig:
TNF-α ist nicht grundsätzlich „böse“.
Aber dauerhaft erhöhte Werte schaffen ein entzündliches Milieu –
und genau das begünstigt viele Tumorprozesse.
Der TNF-α-Hemmtest ist ein funktioneller Test.
Er prüft, ob bestimmte Substanzen:
TNF-α dämpfen
keinen Effekt haben
oder Entzündung weiter anfeuern
Getestet werden können z. B.:
👉Mistelpräparate
👉Weihrauch
👉Curcumin
andere immunmodulierende Naturstoffe
Das Ergebnis ist individuell.
Was bei einem Patienten hilfreich ist, kann beim nächsten kontraproduktiv wirken.
Warum das so entscheidend ist
Der große Denkfehler lautet:
⛔️ „Krebs = Immunsystem anregen = gut“
Die Realität:
Ein fehlgesteuertes oder überaktives Immunsystem kann Tumorwachstum fördern
Entzündung ist häufig Teil des Problems, nicht die Lösung
„Natürlich“ heißt nicht automatisch „verträglich“
„Immunstärkend“ heißt nicht automatisch „sinnvoll“
Ohne Funktionsdiagnostik ist das kein Therapiekonzept – sondern biologisches Roulette.
Diese Untersuchungen kann man bei mir durchführen lassen
Sowohl die NK-Zellaktivität als auch funktionelle Tests wie der TNF-α-Hemmtest sind keine Standarddiagnostik,
können aber über spezialisierte Labore durchgeführt werden.
Gerade im onkologischen Kontext nutze ich diese Diagnostik, um nicht blind zu stimulieren,
sondern gezielt zu entscheiden,
ob und welche immunmodulierenden Maßnahmen überhaupt sinnvoll sind – oder ob sie dem Patienten eher schaden würden.
Das ersetzt keine Onkologie.
Aber es verhindert therapeutischen Aktionismus und unnötige Fehlentscheidungen.
Wer bei Krebs einfach alles einnimmt, was gut klingt, spielt mit einem komplexen System.
Diagnostik schafft Klarheit.
🚨Hinweis: Dieser Beitrag ersetzt keine vollständige Diagnostik oder ärztliche Behandlung.
Bei neu auftretenden oder unklaren Beschwerden sollte immer ein Arzt hinzugezogen werden.
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